Handschuhe erfahren

Wissen Sie, wann Sie längere Handschuhe tragen müssen?

Zunächst sollten wir uns die EU-Normen für Einweghandschuhe in Erinnerung rufen und sie verstehen:

Im Februar 2020 trat die Norm ISO 21420:2020 in Kraft und löste damit die Norm EN 420:2003+A1:2009 ab. Sie ist somit ein internationaler Standard. Wie allgemein bekannt, regelt diese Norm die neuen allgemeinen Anforderungen an Schutzhandschuhe. Sie gilt für PSA-Handschuhe (wiederverwendbare und Einweghandschuhe), die in labor und reinraum verwendet werden. Hersteller von Einweghandschuhen, wie beispielsweise Latex- oder Nitrilhandschuhen, sind dafür verantwortlich, dass ihre PSA-Handschuhe dieser neuen Norm entsprechen.

Die Norm ISO 21420:2020 „legt die allgemeinen Anforderungen und relevanten Prüfverfahren für die Konstruktion und Gestaltung von Handschuhen, deren Unbedenklichkeit, Tragekomfort und Effizienz sowie die Kennzeichnung und die vom Hersteller bereitzustellenden Informationen fest, die für alle Schutzhandschuhe gelten“.

Alle Schutzhandschuhe, einschließlich aller Kategorien von PSA, müssen diese Anforderungen erfüllen, und für die Kategorien II und III sind Prüfberichte von autorisierten Prüfeinrichtungen obligatorisch.

Zu den Anforderungen gehört auch die Angabe der Größe. Abschnitt 5 „Komfort und Effizienz“ der Norm beschreibt insbesondere die Anforderungen an „Größenbestimmung und Messung von Handschuhen“. Die Größe richtet sich nach der Größe der Hände, für die die Handschuhe bestimmt sind. Eine wesentliche Änderung besteht darin, dass die Mindestlängenvorgaben aus EN 420:2003+A1:2009 nicht mehr gelten. Die Mindestlänge von Handschuhen kann nur noch definiert und gemessen werden, wenn dies für einen bestimmten Verwendungszweck erforderlich ist (z. B. für Schweißer oder Feuerwehrleute). Handschuhgrößen sind nun zwischen 4 und 13 definiert, und die Norm ISO 21420:2020 erlaubt bei Bedarf die Hinzufügung von zusätzlichen Größen und Zwischengrößen. ISO 21420:2020 verpflichtet Hersteller, ihr eigenes Größensystem entsprechend der Größe der Hände zu definieren, für die die Handschuhe bestimmt sind. Zu den Kriterien für die Größenbestimmung gehören die Handlänge (der Abstand vom Handgelenk bis zur Spitze des Mittelfingers) und der Handumfang (Anhang B der Norm). Im Falle einer Abweichung von der Norm sollten die entsprechenden Informationen in der Gebrauchsanweisung aufgeführt werden.

Was die Handschuhlänge betrifft, ist zu beachten, dass ein normaler Einweghandschuh aus Latex oder Nitril in der Regel 240 mm lang ist, was bedeutet, dass die Stulpe des Handschuhs nur einen kleinen Bereich des Handgelenks bedeckt.

Für einen besseren Unterarmschutz werden extra lange Handschuhe empfohlen, z. B. 250 mm/9,8", 260 mm/10,2" oder 300 mm/11,8".

Wie wählt man unter Berücksichtigung all dieser Faktoren den richtigen Einweghandschuh aus Latex oder Nitril je nach Umgebung oder Tätigkeit aus?

Es ist wichtig zu beachten, dass das Tragen von Schutzhandschuhen nicht nur den Arbeiter vor gefährlichen Chemikalien (Gefahr des Eintauchens oder von Spritzern) und biologischen Gefahren (Infektion oder Kontamination) schützt, sondern auch den Prozess und die Produkte (vor Partikelkontamination).

Daher kann die Auswahl des geeigneten Handschutzes an Arbeitsplätzen in labor und reinraum schwierig sein. Es ist unerlässlich, die wichtigsten Faktoren (einschließlich der Art der Gefährdung, der Aufgabe, des Arbeiters und der Arbeitsumgebung) gemeinsam und nicht getrennt zu betrachten.

Bei der Auswahl von Latex- oder Nitrilhandschuhen sollten die labor folgende Kriterien berücksichtigen:

• Welche Risiken bestehen bei der Handhabung der Chemikalien? Welchen biologischen Gefahren bin ich ausgesetzt?
• Sind Einweg- oder Mehrweghandschuhe empfehlenswert?
• Welche Einweghandschuhe (Latex, Neopren oder Nitril) eignen sich zum Schutz vor versehentlichen Chemikalienspritzern oder dem Kontakt mit Chemikalien oder biologischen Gefahren?
• Benötige ich kurze oder lange Handschuhe?
• usw.

Die Auswahl der passenden Latex- oder Nitrilhandschuhe je nach Risiko kann durch Prüfung des Produktdatenblatts hinsichtlich Material, Länge, Dicke und relevanter Normen erfolgen. Zusätzliche Informationen bietet der Chemikalienbeständigkeitsleitfaden des Herstellers von Einweghandschuhen (dort werden Durchbruchzeiten gemäß EN 16523-1:2015+A1:2018 und Abbauzeiten gemäß ISO 374-4:2019 detailliert beschrieben). Zur Unterstützung der Risikobewertung stellt SHIELD Scientific einen umfassenden Chemikalienbeständigkeitsleitfaden online zur Verfügung. Hier können Sie Ihre Handschuhe anhand der höchsten Beständigkeit gegenüber den Chemikalien auswählen, denen das Personal ausgesetzt ist. Sollten diese Informationen nicht verfügbar sein, können Sie alternativ die Empfehlungen im Sicherheitsdatenblatt (SDB) der jeweiligen Chemikalie im Abschnitt 8 „Persönliche Schutzausrüstung“ prüfen. Dort finden Sie in der Regel Informationen zu Spritz- und Dauerkontakt.

Bei bestimmten chemischen und biologischen Risiken kann das Tragen längerer Handschuhe am labor die beste Lösung sein, um einen maximalen Schutz des Trägers zu gewährleisten und sicherzustellen, dass kein Teil der Haut unbedeckt bleibt.

Für reinraum sieht die Sache ganz anders aus, da zusätzlich der Prozess und das Produkt vor Partikelverunreinigungen geschützt werden müssen:

Im reinraum beträgt die gängigste reinraum 300 mm. Diese Länge ist in der Regel ausreichend, um Hände und Handgelenke vollständig zu bedecken und so die Freisetzung von Hautpartikeln und biologischer Kontamination zu verhindern (da Menschen bekanntermaßen die Hauptkontaminationsquelle im reinraum darstellen). Diese 300 mm langen reinraum aus Latex/Nitril bieten zudem einen guten Halt am Unterarm. In den letzten Jahren ist in vielen reinraum ein vermehrter Einsatz von extra langen Nitril- und Latexhandschuhen zu beobachten. Gemäß der aktuellen Überarbeitung des Entwurfs von Anhang 1 der EU-GMP-Richtlinie „Herstellung steriler Arzneimittel“ wird nun empfohlen, bei Arbeiten in besonders kritischen Bereichen regelmäßig Proben von Ärmel (Artikel 9.32) und Hand zu entnehmen, um nachzuweisen, dass keine koloniebildenden Einheiten (KBE) vorhanden sind (vor dieser Überarbeitung lag der Grenzwert für den Ärmel bei 5 KBE, und eine regelmäßige Desinfektion des Ärmels war nicht erforderlich). Mit einem längeren sterilen Handschuh (400 bis 600 mm) ist es möglich, den gesamten Armbereich mit IPA zu besprühen und so das Risiko von Abweichungen und damit verbundenen Produktionsausfällen zu minimieren.

Dies ist mit einem 300-mm-Handschuh eindeutig nicht möglich, da der Ärmel des Schutzanzugs nach regelmäßigem Besprühen mit Isopropanol durchnässt werden kann. Mehrere namhafte, weltweit tätige Pharmaunternehmen mit reinraum der Klasse A/B haben bereits im Vorfeld der Einführung dieser neuen regulatorischen Anforderungen auf längere Handschuhe umgestellt.

Zusammenfassend ist es wichtig reinraum labor in der Regel vom gewünschten Grad an persönlichem Schutz und Umweltschutz ab.

Denken Sie daran: Ein Handschuh ist wie ein Schutzfilm. Je sauberer, dicker und länger dieser Film ist, desto besser sind Sie und Ihre Umwelt geschützt!

SHIELD Scientific bietet Einweghandschuhe in Längen von 240 mm bis 600 mm an, um den Bedürfnissen der Anwender in labor oder reinraum gerecht zu werden und die Anforderungen an den persönlichen Schutz zu erfüllen.

Um Ihnen die Auswahl des richtigen Handschuhs zu erleichtern, besuchen Sie unseren Online- Handschuh-Auswahlleitfaden oder unseren Leitfaden zur Chemikalienbeständigkeit . Noch besser ist es, sich an Ihren SHIELD Scientific . Er/Sie berät Sie umfassend, um den optimalen labor oder reinraum für Ihre Bedürfnisse zu finden. Gemeinsam mit Ihnen ermittelt er/sie die passende Länge für Latex- oder Nitrilhandschuhe. Vertreter zu wenden

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